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40 Prozent lehnen Cloud Computing kategorisch ab

von Dr. Dietmar Müller am 03.09.13
Mittelstand: 40 Prozent lehnen Cloud Computing kategorisch ab
© Banksidebaby - Fotolia

Eine zweite Studie innerhalb weniger Tage belegt eine neue Cloud-Antipathie im Mittelstand. Pierre Audoin Consultants (PAC) hat ermittelt, dass mehr als 40 Prozent aller befragten Fertigungsunternehmen in Deutschland Cloud Computing in jeder Form prinzipiell ablehnen. 

Vor allem in kleineren Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern halten sich hartnäckig Vorurteile. So hegen 70 Prozent der Befragten in dieser Unternehmensgruppe Bedenken in Bezug auf Performance und Verfügbarkeit. 

Lediglich 18 Prozent aller mittelständischen Fertigungsunternehmen nutzen Cloud-basierte Speicher-, Backup- oder Serverdienste. 16 Prozent setzen Software-as-a-Service (SaaS) für Nischenlösungen, wie CRM (Customer Relationship Management), HR (Human Resources) und PLM (Product Lifecycle Management), ein. Nur bei sechs Prozent jedoch dient SaaS auch als strategische Softwareplattform. 

"Dieses Ergebnis steht in scharfem Kontrast zu der Tatsache, dass Cloud Computing gerade für kleinere Mittelständler ein überaus kostengünstiger Hebel sein kann - nicht nur für mehr Servicequalität, sondern auch für höhere Reaktionsschnelligkeit bei der Anpassung der IT an neue Anforderungen", konstatiert PAC-Analyst Karsten Leclerque. 

Für die Untersuchung von PAC befragte das Marktforschungsinstitut Freudenberg IT (FIT) rund 140 IT-Entscheider und Produktionsleiter von mittelständischen Fertigungsunternehmen unterschiedlicher Größe in Deutschland. Die Unternehmen setzen sich dabei aus unterschiedlichen Branchen zusammen: Maschinen- und Anlagenbau (38 %), Automotive (28 %) und sonstiger Fertigung (33 %) mit einer jeweiligen Unternehmensgröße von 250 - 499 Mitarbeiter (48 %) sowie 500 - 4.499 Mitarbeiter (52 %). 

"Cloud Computing ist eine unentbehrliche Voraussetzung für das Internet der Dinge und damit auch für die erfolgreiche Umsetzung der vierten industriellen Revolution", so FIT-CEO Horst Reichardt. Dies sei allein schon deshalb so, weil in einer intelligenten Industrie 4.0-Fabrik mit dezentral vernetzten Werkstücken, intelligenten Maschinen und selbststeuernden Produktionsprozessen eine unvorstellbare Menge an Status- und Bewegungsdaten anfällt. Diese Datenflut lasse sich nur mit Cloud-basierten Big Data Lösungen beherrschen, sagt Reichardt. 

Erst in der vergangenen Woche hatte der IT-Cloud-Index von techconsult gezeigt, dass der Mittelstand zu 60 % Befürchtung bezüglich Cloud Computing hegen. Die Anwenderunternehmen haben Angst vor Kontrollverlust über ihre IT-Systeme, wenn ausländische Cloud Services hinter deutschen Anbietern stehen und sie sehen letztendlich auch damit verbundene rechtliche Unsicherheiten auf sie zukommen.

IBM Experten
Kurt Rindle
Thorsten Hansen
Jens Köhler
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