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Analytics & Big Data
Frage erstellt von Besucher am Di, 30.10.12 um 19:32 Uhr
Di, 30.10.12 um 19:32 Uhr
Besucher

Big Data - was ist eigentlich neu daran?

Big Data ist vermutlich das Buzzword des Jahres (oder) der letzten Jahre. Unternehmen durchforsten ja aber schon ewig große Datenmengen. Nur nannte man das früher halt Data Mining, Business Intelligence, Data Analytics - siehe auch http://www.nytimes.com/2012/08/12/business/how-big-data-became-so-big-unboxed.html?ref=techn...

Es gibt natürlich eine Menge neuer unstrukturierter Daten aus dem Social Web (Facebook, Twitter, Google, you name it), auf die aber letztlich nur die Betreiber der jeweiligen Dienste vollen Zugriff haben und die teilweise sogar ihr Geschäftsmodell sind. Und für die Analyse unstrukturierter Daten braucht man andere Techniken als für strukturierte; eher was in Richtung KI/AI, aber die sind ja nun auch nicht wirklich neu.

Cui bono? Immer mehr Daten haben wir alle - was aber nicht heißt, dass wir damit mehr anfangen könnten.

Langer Rede kurzer Sinn: Was ist neu an Big Data, und was ist der wirkliche Mehrwert, der Anwender überzeugen sollte, so etwas anzuschaffen und zu nutzen?

Mi, 31.10.12 um 15:51 Uhr
Oliver Oursin
Oliver Oursin

Dazu von meiner Seite zwei Anmerkung. Zum einen denke ich kann man durchaus von "Big Data" als einem neuen Phänomen sprechen, auch wenn es verschiedene technische Ansätze die wir heute in Bezug auf Big Data nutzen schon früher gegeben hat. Nehmen wir ein Beispiel aus dem richtigen Leben. Wenn wir eine neue Krankheit kennenlernen, dass spricht bei 2% oder 4% Zuwachs pro Jahr wohl keiner wirklich davon oder von einem echten Problem. Wenn es aber plötzlich zu einem enormen Zuwachs kommt - man denke an die Vogelgrippe z.B. - dann sprechen wir von eine Epidemie und den Rest kennen wir alle. Big Data ist schon deswegen eine echte Herausforderung weil sich die gespeicherten Daten in aller kürzester Zeit verdoppeln. Das ist neu und war früher nicht so. Ganz zu schweigen von den WEB Daten, den Dokumenten die heute elektronische vorliegen etc - wie völlig korrekt angeführt. 

Ich denke auch nicht, dass z.B. Data Mining notwendiger Weise ursächlich mit Big Data in Verbindung gebracht werden kann. Data Mining ist eher ein Konzept wenn man unbekannte und aus den Daten nicht direkt sichtbare Zusammenhänge und Muster erkennen will. Ähnliches gilt ja auch für BI, die sich über Jahrzehnte nur mit strukturierten und wohl verstandenen Daten beschäftigt hat. 

Big Data erfordert neben dem Altbekannten neue Ansätze, wie z.B. linguistische Analysen (z.B. Sediment Analyse) etc., das Crawling von Web-Inhalten etc. 

Der zweite Kommentar ist hinsichtlich des Wertes. Es wird immer schwieriger Wettbewerbsvorteile einem Hypermarkt wie Deutschland zu erzielen. Mit klassischen Methoden, die heute fast flächendenkend eingesetzt werden, stoßen viele Unternehmen an Grenzen. Hinzukommt, dass aufgrund vielfach veränderter Geschäftsmodelle (man denke an Internet Handel, Foren, Blogs oder ähnliches) die Beziehung Verkäufer - Käufer heute gänzlich anders ist. Gerade in "Big Data" Elementen - wie Bolgs, Facebook, Twitter, Online Medien, etc - steckt der Schlüssel zu einem besseren Verständnis des Kunden und damit ein Option zu mehr Differenzierung vom Wettbewerb und damit geschäftlichem Erfolg. Nur wer seine Kunden gut versteht kann ihnen auch maßgeschneiderte Angebote machen. Und das wäre nur ein Beispiel von vielen... 

IBM Experten
Wilfried Hoge
Oliver Oursin
Karsten Wilhelmus
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