Social Media: Nutzer zielgerichtet ansprechen

von Dietmar Müller am 28. Januar 2013
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Dass die vielen, freiwillig preisgegebenen Informationen in sozialen Netzwerken wie Facebook einen immensen Marketingwert haben, ist inzwischen bekannt. Was einigen Verbrauchern ein Dorn im Auge ist, ist für Unternehmen Gold wert. Nutzen Sie es?
Foto: Marco Rullkötter - Fotolia

Dass die vielen, freiwillig preisgegebenen Informationen in sozialen Netzwerken wie Facebook einen immensen Marketingwert haben, ist inzwischen bekannt. Was einigen Verbrauchern ein Dorn im Auge ist, ist für Unternehmen Gold wert.

Dank intelligenter Schnittstellen, sogenannter APIs, lassen sich Informationen aus Facebook, Google+ und Co. in die eigene CRM-Software übernehmen und Kampagnen können passgenau gesteuert werden. "Diese Anforderungen werden immer häufiger gestellt", meint denn auch Christian Becker, Geschäftsführer der Infobest-Gruppe, die Software im Auftrag verschiedener Unternehmen entwickelt. Der Wunsch, Kunden individuell dort zu erreichen, wo sie sich virtuell aufhalten und besonders empfänglich seien, wachse.

In der Wirtschaft fände ein Umdenken statt: weg vom Zielgruppendenken, hin zum Zielpersonendenken. Wer als Unternehmen die Facebook-Freunde seiner Zielperson kenne, könne denn auch ein soziologisch und geografisch optimiertes Angebot machen. Und dank des Einsatzes von Ortungsdiensten auf Smartphones könne dieses auch "just in time" unterbreitet werden. Technische Möglichkeiten, die bereits Reiseveranstalter, Infrastrukturunternehmen und beispielsweise Pizzalieferdienste nutzten.

"Mit Schnittstellen zu Facebook und anderen sozialen Netzwerken kann das hauseigene CRM zum automatisierten Kampagne- und Kommunikationstool werden", so Becker. "Der Trend ist nicht aufzuhalten."

Entscheidend sei, dieses Wissen technologisch auch kleinen und mittleren Unternehmen zugänglich zu machen. Denn schon in wenigen Jahren würde das Marketing auch kleiner Betreibe entscheidend davon abhängen, wie sie einen Kundennutzen und Multiplikatoren-Eigenschaften in Social Media definieren und gewährleisten können. Es gelte, frühzeitig diesen Trend zu erkennen und entsprechend zu reagieren – taktisch, werblich und technisch. Der erste Schritt, sei, so Becker, das vorhandene Wissen "auszulesen" und zu nutzen. Der zweite sei dann eine routinemäßige Automatisierung. Marketing sei schon heute zu großen Teilen IT. Das werde sich fortsetzen – in Software und in sozialen Netzwerken.

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