Hier hakt die Digitalisierung

von Dietmar Müller am 18. März 2016
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In einem sind sich alle Manager einig: An der Digitalisierung führt kein Weg vorbei, sonst wird man im Wettbewerb kaum bestehen können. Bei der Umsetzung neuer Technologien aber - von Cloud Computing über Mobilität, Data Analytics und Collaboration bis hin zur Security - stehen viele Verantwortliche vor riesigen Problemen.
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Das zeigt eine aktuelle Studie von IDG Research im Auftrag von Unisys zum Thema "digitale Transformation". Die 188 Teilnehmer der Umfrage bekennen, dass die digitale Unternehmenstransformation der Schlüssel zu besseren Serviceleistungen ist - für interne und externe Beteiligte: 55 Prozent jedoch sehen Serviceanforderungen als ihre Hauptherausforderung für 2016.

Zusätzlich betrachten es rund 65 Prozent der Umfrageteilnehmer als sehr wichtig für ihr Unternehmen Technologien, IT-Abläufe und IT-Ressourcen in den nächsten 12 Monaten aufzurüsten. Dies ist vor allem in den fünf Schlüsselbereichen Social Media, Entwicklung mobiler Anwendungen, Cloud-Einsatz, Datenanalyse und Security nötig.

54 Prozent halten den Fortschritt ihres Unternehmens hin zu einem digitalen Geschäftsmodell, das den Erwartungen der Anwender entspricht, für durchschnittlich oder unterdurchschnittlich (32 und 22 Prozent), während 45 Prozent diesen Fortschritt als überdurchschnittlich einschätzen.

Weiterhin geben weniger als 20 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass sie in einem der fünf IT-Fokusbereiche - Social Media, Entwicklung mobiler Anwendungen, Cloud-Einsatz, Datenanalyse und Sicherheit - erhebliche Fortschritte gemacht hätten. Trotzdem sehen sie diese als entscheidend oder von hoher Priorität für die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle.

Nur wenige sind der Meinung, dass ihr Unternehmen im Stande ist, Kundenerwartungen in den nächsten zwölf Monaten zu entsprechen. 41 Prozent meinen, dass ihre Technologie oder Infrastruktur dafür bereit ist, während 40 bzw. 39 Prozent ihre IT-Fähigkeiten sowie ihre Sicherheits- und Compliance-Strategien für geeignet halten.

Umfrageteilnehmer, die jeder der fünf genannte IT-Initiativen eine zumindest mäßige Priorität geben, haben den größten Erfolg in vor allem zwei Bereichen: 69 Prozent sprechen zumindest von kleinen Fortschritten in den Bereichen Entwicklung mobiler Anwendungen und Cloud-Implementierung, während sie den Bereichen Social Media, Datenanalyse und Security geringen Fortschritt attestieren.

Viele Umfrageteilnehmer deuten an, dass ihr Unternehmen Fortschritte in entscheidenden Bereichen macht, um als digitales Unternehmen Nutzen aus seinem Wandel zu ziehen. Ein Drittel sagt beispielsweise, dass ihr Unternehmen damit kämpft, die End User- und Kundenzufriedenheit zu verbessern. Trotzdem geben 70 Prozent an, dass sie maßgeschneiderten, rollenbasierten IT Support für interne IT-Nutzer bereitstellen (weitere 15 Prozent würden dies gerne tun).

Ein rollenbasierter Service ist auf die Aufgaben und die Dienstleistungsansprüche einer speziellen Tätigkeit ausgelegt. Dabei werden die Prinzipien des Customer Relations Management (CRM) auf interne Nutzer übertragen. Das Digital Business-Modell ist die natürliche Basis für CRM und andere Anwendungen, die auf einer einheitlichen Übertragung von personalisierten und integrierten Informationen aus mehreren Quellen beruhen.

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