Big Data revolutioniert die Informationssicherheit

von Klaus Manhart am 24. Januar 2013
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Big Data hat auch auf die Zukunft der Sicherheitsindustrie einen wesentlichen Einfluss. Intelligente Daten-Technologien werden die Informationssicherheit vorantreiben, sagen die Security-Experten von RSA.
Foto: Paul Fleet/Fotolia.com

In der heutigen hoch mobilen Arbeitswelt sind herkömmliche Sicherheitskontrollen an den Außengrenzen des Netzwerks veraltet. Sie basieren auf Informationen über vorab identifizierte Bedrohungen. Sicherheitsexperten gehen stattdessen zu intelligenten Sicherheitsmodellen über, die Unternehmen risiko- und kontextbezogen bei der Gefahrenabwehr unterstützen. Damit lassen sich Risiken dynamisch bewerten, große Mengen an Sicherheitsdaten analysieren, Kontrollen jederzeit anpassen und Informationen über Bedrohungen und Angriffe teilen.

Künftig sollen hier Big-Data-Technologien helfen. Laut dem Security Brief „Big Data Fuels Intelligence-Driven Security“ von RSA werden Big-Data-Analysen bis 2015 Sicherheitslösungen wie SIEM (Security Information and Event Management), Netzwerküberwachung, Nutzerauthentifizierung und –autorisierung, Identitätsmanagement, Betrugsermittlung sowie Regierungs-, Risiko- und Compliance-Systeme maßgeblich verändern.

Die Autoren des Security Briefs gehen davon aus, dass bereits dieses Jahr führende Sicherheitsorganisationen auf kommerzielle Big-Data-Standardlösungen setzen werden. Dieser Trend wird die Herangehensweise an das Thema Sicherheit, Lösungen und Ausgaben in den kommenden Jahren prägen.

Auf längere Sicht wird Big Data auch Sicherheitslösungen wie Anti-Malware, Data Loss Prevention und Firewalls beeinflussen. In den nächsten drei bis fünf Jahren werden Tools zur Datenanalyse zudem weitere Prognosemöglichkeiten und automatisierte Echtzeitüberwachung bieten, heißt es. Frage: Gibt es eigentlich noch einen IT-Bereich, der nicht von Big Data infiltriert wird.